Isochronismus (griechisch von „gleich lange andauernd“, „isochron“) beschreibt die Eigenschaft von Schwingungssystemen (hier bezogen auf mechanische Uhren), die unabhängig von der Amplitude (Schwingungsweite) für eine vollständige Schwingung immer die gleiche Zeit benötigen. Allerdings ist dabei vielmehr eine konstante Schwingungsweite (also Amplitude) von Bedeutung, denn i.d.R. ändert sich mit der Amplitude auch die Schwingungsdauer (wir sprechen von bedingter Isochronie).

Im Bezug zu mechanischen Uhren bzw. Uhrwerke hat der Isochronismus eine hohe Bedeutung. Nur wenn Isochronismus (synonym werden auch oftmals die Begriffe „Isochronie“ oder „Tautochronie“ genannt) gewährleistet werden kann, ist die Ganggenauigkeit einer mechanischen Uhr gegeben. Eine Abweichungen von der Isochronie in mechanischen Automatikwerken oder Werken mit manuellem Aufzug führt somit zu Gangfehlern, die durch weitere Faktoren wie Schwerkraft und Lagefehler zusätzlich beeinflusst werden kann.